Gute Berufschancen in der Hotellerie und im Restaurantgewerbe

Fachkräfte dringend gesucht!

VON CLAUDE FRANÇOIS

Der HoReCa-Sektor bietet zahlreiche Stellen an, die dringend mit qualifizierten Fachkräften besetzt werden müssten.

Knapp 3 000 Betriebe sind in Luxemburg in den verschiedenen Bereichen der Hotellerie, der Gastronomie und der Gaststätten tätig. Sie spielen in der Luxemburger Wirtschaft eine bedeutende, vitale Rolle. „Wir verfügen zwar nicht über exakte Zahlen, aber der gesamte Sektor generiert zwischen 6,5 und 7 Prozent des Bruttosozialproduktes“, unterstreicht François Koepp, der Generalsekretär der Horesca, der „Fédération Nationale des Hôteliers, Restaurateurs et Cafetiers du Grand-Duché de Luxembourg“. Die Beschäftigungszahlen sind ebenso beeindruckend: „20 000 Personen arbeiten in den verschiedenen Sektoren. Und wenn Zulieferer wie der Großhandel hinzugezählt werden, kommen wir auf 33 000 Beschäftigte!“ 

Großes Job-Angebot

Dabei benötigt die Branche dringend neues, ausgebildetes Personal. Im Hotelgewerbe zum Beispiel werden mehr Arbeitskräfte gesucht als gefunden. Dringend gesucht werden Fachkräfte für den Empfang. Diese Leute müssen vielsprachig sein, das Land und die Kultur gut kennen, und natürlich gut mit den Kunden umgehen können.

Im Restaurant- und Gastronomiesektor ist die Nachfrage auch sehr groß, aber das Angebot ist noch viel größer. „Es ist nicht zu leugnen, dass in Luxemburg fachmännisch ausgebildete Köche fehlen und dringend gesucht werden“, unterstreicht Koepp. Dies gilt auch für die Bedienung. „Hier klafft ein riesiges Loch, es gibt schlicht nicht genügend Leute auf dem Luxemburger Markt“, bedauert der Generalsekretär der Horesca.

Keine Probleme gibt es eigentlich nur bei der Suche nach Mitarbeitern im Bereich der Reinigung, auch in der Hotellerie: In diesem Bereich finden sich laut Koepp genügend Arbeitskräfte.

Gute qualifizierte Gehälter

Aus Arbeitsmarkt-Statistiken geht hervor, dass die Gehälter, die in den HoReCa-Branchen bezahlt werden, weit unter dem Durchschnitt liegen. François Koepp hat aber sein Problem mit diesen Statistiken: „Es wird immer behauptet, in unseren Berufen werde schlecht bezahlt. Das stimmt so aber nicht.“ Das Problem sei der große Anteil von nicht qualifizierten Arbeitnehmern.

„Wenn man die qualifizierten und nicht qualifizierten Gehälter zusammenlegt, kommt zwangsläufig ein geringeres Durchschnittsgehalt heraus, weil beide Gruppen jeweils die Hälfte ausmachen. Doch wenn in der HoReCa-Branche nur so viele unqualifizierte Leute arbeiten würden als in den anderen Sektoren, dann läge der Gehälterdurchschnitt viel höher“, bekräftigt François Koepp und stellt klar: „Gut qualifizierte Leute verdienen in unseren Branchen gutes Geld! Und wir hätten gerne viel mehr gut ausgebildete, qualifizierte Fachkräfte!“