Sie warten immer noch auf eine Antwort nach dem Bewerbungsgespräch?


Leider werden viele von Ihnen das Szenario bereits kennen: Sie haben ihre Bewerbungsunterlagen wie verlangt eingesendet, doch dann ist Funkstille. Je länger die Antwort auf sich warten lässt, desto mehr plagt einen die Ungewissheit und man fragt sich ob die Unterlagen angekommen sind, ob man bereits ausgefiltert aber nicht benachrichtigt wurde und wo das Problem schlussendlich lag.
Diese Tipps sollen Ihnen helfen richtig nach zu haken.


Keine Panik!

Manche Unternehmen machen es richtig und bestätigen unmittelbar den Erhalt der Unterlagen. In der Regel ist dies aber eher die Ausnahme: Arbeitgeber melden sich entweder überhaupt nicht oder die Absage kommt erst nach Wochen oder gar Monaten. Sollte die Antwort lange auf sich warten lassen, kann das viele Gründe haben: Die Unterlagen wurden an eine falsche Adresse geschickt, sind im Spam-filter gelandet oder gammeln in dem falschen Postfach vor sich hin. Vor allem bei größeren Unternehmen kommt es häufig vor, dass die Anzahl der Bewerbungen einen Verzug provoziert. Nichts desto trotz; Wenn Sie nach Wochen immer noch keine Reaktion erhalten haben ist es gerechtfertigt, sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen.


Bleiben Sie geduldig

Um besser einschätzen zu können ab wann Nachfragen gerechtfertigt sind, sollte man Sich vor Augen halten, dass viele Unternehmen jährlich hunderte von Bewerbungen zugeschickt bekommen. Sogar diese, welche korrekt adressiert und aufgesetzt sind müssen erst einige Prozesse durchlaufen und oft von mehr als einer Person begutachtet werden. Zwei bis drei Wochen Bearbeitungszeit sind die Regel und kein Grund zur Sorge. Wenn Sie nach drei oder vier Wochen noch keine Reaktion erhalten haben, können Sie anfangen nachzufragen.


Handeln Sie nicht unüberlegt

Was Sie auf keinen Fall tun sollten, ist voreilig und unüberlegt zu handeln. Versuchen Sie zum Beispiel nicht die Zuständige Person über soziale Medien zu erreichen. Ebenso wenig sollten Sie eine Nachricht an die Firmen-Facebook-Seite senden oder gar direkt auf die Pinnwand posten. Versuchen Sie Ihre Professionalität in Ihren Handlungen widerzuspiegeln und aus einem Nachteil einen Vorteil zu machen.

Per Telefon nachfragen

Die Kontaktaufnahme per Telefon spart Zeit und ist persönlich. Sie sollten jedoch damit rechnen, dass der Gesprächspartner wenig Zeit hat und oft erst selber recherchieren und nachfragen muss wie es um Ihre Unterlagen steht. Bevor Sie die Person am Hörer mit Ihren Fragen konfrontieren, sollten Sie also erst fragen, ob diese Zeit hat, respektive wann Sie wieder anrufen sollen. Führen Sie diese Telefonate nicht „on-the-go“. Stellen Sie sicher, dass Sie genug Zeit und alle Unterlagen zur Hand haben um auf spezifische Fragen antworten zu können, falls Ihr Anruf zum Job-Interview wird. Trennen Sie sich von der Vorstellung, dass Sie durch nörgeln den HR-Manager an den Hörer bekommen und bedenken Sie, dass es effizienter sein kann Ihre Unterlagen höflich im Sekretariat zu hinterlegen.


Per E-Mail Nachfragen

Sich per E-Mail zu informieren setzt natürlich voraus, dass Sie über die richtige Adresse der Kontaktperson verfügen. Bei größeren Unternehmen kann die Elektronische Post durchaus effizienter sein, als telefonisch nach zu fragen. Diese Variante gibt den Verantwortlichen vor allem Zeit, die nötigen Recherchen zu tätigen und Sie flexibel in seinen Zeitplan einzubinden; In anderen Worten ist die Wahrscheinlichkeit, dass der/die Verantwortliche Zeit hat wenn Sie anrufen eher gering und die elektronische Nachricht dem Verantwortlichen erlaubt zu antworten sobald er Zeit dafür hat. Bedenken Sie, dass Ihre Bewerbung wahrscheinlich nicht gerade in unmittelbarer Nähe zu finden ist und der Prozess somit Zeitaufwändig ist.


Gute Argumente

Sollten Sie es als notwendig empfinden, ist es natürlich erlaubt Ihre Nachfrage zu begründen. Vermeiden Sie jedoch aussagen wie z.B., dass Sie Ihre Optionen checken wollen da Sie noch andere Angebote in Aussicht haben. Entgegen der Vorstellung, dass dies Zeigt wie begehrt Sie sind bringt es eher die Verzweiflung des Kandidaten zum Vorschein. Solche Aktionen werden schnell als Erpressungsversuche interpretiert und Sie bewirken damit eher das Gegenteil dessen, was Sie erreichen wollen.